Posted in Allgemeines on 04/29/2012 06:27 pm by Mieka
Pause
Das Gespräch gestern ist eindeutig nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht habe… Das alles war viel zu unsortiert und der werte Herr war viel zu aufgebracht. *Mausi anschiel* Der denkt das echt mit dem Kessel und dem Wald… übrigens ist Comic in Zeichnung… aber ich musste das gestern abbrechen, weil ich im Lachflash untergegangen bin, als ich das nackte Strichfrauchen zeichnen wollte… Zurück zum Ernst der Lage: ich hab mit Anwalt gedroht und ich fürchte fast, wir werden das durchziehen müssen, wenn wir uns denn überhaupt wehren wollen. Ich bin mir dazu unsicher, hab heute Vormittag nen Termin bei Alex und werd mal schauen, wie der Clan bei sowas vorgehen würde. Ich weiß nämlich nicht so genau, was da jetzt richtig ist. Fakt ist, daß wir keine Ruhe bekommen werden, wenn wir nichts tun – oder halt zu viel, weil uns noch mehr Kunden abspringen. Damit nicht genug – da laufen sonntags schon Predigten. Ehrlicherweise hab ich Angst, daß das aus dem Ruder läuft… Naja, mal gucken, was Alex mir heute erzählen wird.
Gestern hatten wir einen schönen Abend bei Sandra. Konnte mich bei den Düften überhaupt nicht entscheiden, aber habs doch noch hingekriegt. Hab mir drei Packen Teelichter bestellt und werd jetzt erstmal dafür arbeiten müssen, daß ich die auch bezahlen kann^^ Ich weiß noch gar nicht, ob ich dieses Wochenende eingeteilt werde… Auch da – mal schauen. Heute muss ich ab Mittag in den Kiosk, wegen der Postschulung. Gestern funktionierte der PC noch nicht – da hab ich nix gelernt. Glaub aber auch nicht, daß das so schwierig ist und denk mal, ich hab das schnell raus.
Irgendwo dazwischen muss ich am WE noch mal anfangen, mein Arbeitsamtspensum zu erfüllen. Ich bin da jetzt in einer Maßnahme zur schnellen Jobfindung. Ganz neues Projekt – und klingt eigentlich auch ganz gut… Donnerstag hatten wir den ersten Gruppentermin und wie das jetzt weiterläuft, sieht man dann… Der Typ vom Amt, der die Gruppe leitet, war erst recht sympathisch… aber halt nur erst. Ich hab gleich eine Dame an der Hand gehabt – die mochte ich auf den ersten Blick^^ Ist so alt wie ich, heißt Melanie, war auch Personalsachbearbeiterin in der Zeitarbeit und sieht aus, als wär sie Mausis Schwester^^ Die sitzt dann da also neben mir, der Typ kontrolliert Bewerbungsmappen – sagt zu meiner, die wäre ok und dann geht ihm bei Melanies Mappe voll einer ab^^ Ich hab sowas noch nie erlebt… Sie sagt: “Ich hab da jetzt aber kein Anschreiben beigefügt. Wär ja auch Blödsinn, fürs Amt…” Darauf er: “Wieso das denn? Ich hätte gern eins gehabt. Sie können sich bei mir bewerben – ich bin noch Junggeselle!” Und danach hat der nur noch gebaggert – aber sowas von schlecht… Ich hab erst gedacht, ich bin die einzige, die das nervt, aber ein netter Herr in der hintersten Reihe meinte irgendwann: “Können wir die AA-Singleparty auf später verschieben? Ich hab auch noch besseres zu tun…” Ich hätte am liebsten geklatscht^^ Ich soll jetzt jedenfalls keine schriftlichen Bewerbungen mehr machen, sondern das ganze nur noch durch persönlichen Kontakt versuchen. Er meint, bei meinem “Profil” – glaub, der meint aber nicht mein Gesicht – wäre ich so marktnahe, daß ich innerhalb von drei Monaten in Festanstellung sein müsste… Ähm… Ich hab schon mit Chefin geredet, daß wir an meinen Kiosk-Stunden was drehen müssen. Ich würd ja lieber da bei ihr bleiben…
Für heute stehen dann also nur Alex und Kiosk an – dann vielleicht noch Besprechungskäffchen bei Sandra – je nachdem, wie lange ich im Kiosk bin und danach eigentlich nur noch Basti. Hab das vorsichtige Gefühl, wir klären gerade unser Heckmeck und würd mich echt freuen, wenn nicht nur ich das so sehe… aber sicher bin ich mir nicht. Als allererstes werd ich aber jetzt mal zum Frühstück zu Oma entschwinden. Freu mich tierisch auf ihr selbstgebackenes Schwarzbrot mit Tomaten und Zwiebeln… und dann weiter…
Das wars dann wohl mit meiner Mobilität… Heute kam ein Schreiben vom Landkreis – Auto gesichtet, TÜV abgelaufen, Bitte um Stellungnahme… Naja, nützt nix. Da muss ich durch. Also brauch ich schnellstens ein neues Auto und werd meinen wohl oder übel in die Schrottpresse geben. Werd mal bei den Türken in Strücklingen fragen, was die mir noch dafür geben… So eine Scheiße…
Noch mehr belastet mich die Tatsache, daß mir erst erzählt wird, man kann nicht ohne mich und dann wird ohne ein Wort jeder Kontakt abgebrochen. Wenn man nichts mehr mit mir zu tun haben will – ok. Daran kann ich nichts ändern. Aber warum muss mir erst noch so eins mitgegeben werden? Warum muss man erst noch ne Runde mit mir spielen? Warum muss mir erst noch verdeutlicht werden, daß ich doch ach so wichtig für jemanden bin – nur damit es anschließend auch richtig weh tut? Ich gratuliere! Hast geschafft! Tut so arg weh, daß ich nicht mal drüber nachdenken kann…
Meine Laune ist im Moment nicht die beste – ich hab inzwischen mit 12 Abszessen zu kämpfen, gesundheitlich arbeite ich mich immer weiter nach unten und sonst… naja, sonst ists auch Kacke. Mein Gleichgewicht – seelisch, wie körperlich – ist eigentlich eher am Ende. Aber es nützt ja nix. Scheiß drauf. Wen interessierts? Jetzt wird erstmal geguckt, was ich wegen Auto anfang und dann guck ich mal weiter. Eine Woche hab ich Zeit zum Antworten – werd da gar nicht lang rumreden, die Schuld auf mich nehmen und warten, was da noch auf mich zukommt. *seufz* Ich mag mich hinlegen und nicht mehr aufstehen…
Das “Warum” hinter einem Kontaktabbruch versteh ich nicht – nicht, nach den letzten Gesprächen. Noch weniger kann ich die Art und Weise verstehen. Wenn man sagt, man hat jemanden so arg lieb… warum will man dann, daß es dieser Person schlecht geht, weil sie fast umkommt vor Sorge? Scheinbar werd ich auch keine Antwort darauf bekommen. “Besser so” ist jedenfalls keine Antwort – weil es unglaublich weh tut. Eine SMS mit den Worten: “Mir gehts gut, aber ich will nicht mit dir reden!” wäre um Längen besser gewesen. Wie dem auch sei: ich kann nichts daran ändern, weil man mit mir ja nicht redet. Aber weißt du was? Ich hab dich trotzdem unendlich lieb und das wird auch immer und ewig so bleiben.
Meine zwei letzten Tage waren recht durchwachsen. Ich hab da echte Probleme mit einer Person, von der ich weiß, daß sie sehr frauenfeindlich ist, daß sie sehr fanatisch ist und daß ich unbedingt mit ihr reden muss. Dazu kommt, daß mein seelisches Gleichgewicht gerade echt zu wünschen übriglässt, daß die Antibiotikas keine echte Wirkung zeigen (in den letzten Tagen haben sich meine Entzündungen von fünf auf acht erhöht – trotz Tabletten) und daß ich mit dem Kopf auch ganz wo anders bin. Das ständige Thema um meinen Termin am Donnerstag… das macht ganz schön mürbe. Aus nem einfachen Grund: mir macht der Typ Angst. Ich will eigentlich gar nicht mit ihm reden – vor allem nicht allein, aber ich seh meine Kunden verschwinden. Und ich hab den Drang, ganz entschieden was dagegen zu unternehmen, zumal ich jetzt auch schon von anderen dazu was gehört habe. Es geht mir gar nicht darum, daß die Kunden verschwinden. Von mir aus – sollen se doch. Mir geht es darum, daß in einem kleinen Dorf wie unserem solche Aussagen weite Kreise ziehen können und daß es auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft reicht, wenn man einen fanatischen Prediger vor eine Horde Gutgläubiger setzt, um unschuldigen Menschen das Leben schwer zu machen. *seufz* Doch – ich hab Angst. So sehr, daß ich nen riesen Klumpen im Magen fühl, wenn ich nur an ihn denk. Ich hab das schon gesagt, als er hier hergekommen ist – erinnert ihr euch? Da hab ich gleich gesagt, daß der uns noch Ärger machen wird…
Für heute steht erstmal bissi Arbeit an – im Haushalt, im Kiosk, mit Kunden… Und dann nichts mehr. Ich will einfach nur meine Ruhe und ich mag auch nichts mehr sehen und hören. Nein, meine Laune ist (noch) nicht im Keller. Ich bin mir sicher, ich werde da noch hinkommen, aber nicht heute. Ich werde mir heute keine Gedanken um Warums und Gefühle machen. Ich werd an meiner Oberfläche bleiben und den Abend mit Basti verbringen. So einfach ist das. Ich werde mich ein bissi betütern lassen und hoffen, daß das Pastorenthema endlich ein Ende findet. So ist meine Planung. Der Wille zur Umsetzung ist da, obs so leicht wird, wie ich mir das denke, ist ein anderes Thema. Mal schauen…
Heute Morgen mit meiner Tante zur Magenspiegelung. Anfangs alles gut und schön – nur keine Zigaretten mehr… irgendwie wird das gerade chronisch… Also – ab nach Friesoythe zum Krankenhaus. Kein Problem. Gelesen, während ich auf meine Tante gewartet hab – im Auto… dann irgendwann in Richtung Krankenhaus gestiefelt und geguckt, wo sie ist. Werd am Eingang per komplizierter Handdrehung zur Inneren verwiesen. Dort werd ich wieder zurück geschickt – zu den Fahrstühlen. Da soll ich reingehen (also, in den Fahrstuhl), dann auf den runden Knopf mit der 1 drücken (hält die mich für blöd?) und dann nur wieder rausgehen (ausm Fahrstuhl) und steh direkt vorm Aufwachraum. Ich tu da also reingehen in den Fahrstuhl, drück den Knopf und fahr… dann bin ich in Gedanken, geh raus, der Fahrstuhl geht hinter mir zu und ich steh in nem Flur – keine Tür weit und breit, dafür aber Unmengen an Weißbekleidung – mit Schildchen oben drüber: “Zivi”, “Azubi”, “Chefarzt”, an der Wand zwei Container mit Klinikabfall (wobei mir mein Kopf sagte, das sind bestimmt OP-Reste und Leichenteile drin) und verschlossene Medizinschränke… Ich dreh mich also wieder um und will den Fahrstuhl rufen – eindeutig verdrückt… kein Knopf für den Fahrstuhl. Ich steh also da, starr auf die Fahrstuhltür und frag mich, wie ich hier wieder wegkomm… und dann mein kranker, horrorfilmliebender Kopf: “Weißte – das ist oft in Filmen so. Versehentlich falsch gedrückt, in den Keller gekommen, kein Ausweg – gleich kommt aus dem Container ein Massenmörder, Vampir, Werwolf, untoter Psychopath, Dämon, Hexe (hihi^^) oder sonst was und killt dich. Und nächste Woche finden sie deine Überreste, ohne Haut – weil die schon abgezogen und für teufliche Bücher verwendet wurde – klein zusammengefaltet oder zerstückelt, mit für illegale Organverkäufe entnommenen Eingeweiden hier in nem Plastikbeutel. Und warum? Weil du nicht den runden Knopf mit der 1 drücken kannst, olle Hohlbratze!” Ich seh mich um – der Flur ist verdammt lang, aber es sieht nicht so aus, als ob da ne Tür wäre. Überall halt nur Schränke und Klamotten. Kopf: “Guck – du hast zwei Möglichkeiten: du wartest am Fahrstuhl, bis jemand kommt. Oder du gehst den Flur entlang und guckst, obs nen Ausweg gibt. Bei Möglichkeit zwei könnte es drei Endszenarien geben: 1. Du tüddelst hier rum, irgendwer kommt und du kriegst Ärger, weil du nichts verloren hast hier. 2. Du tüddelst hier rum, irgendwer kommt und das Hautabziehen und Ausweiden nimmt seinen Gang. 3. Du findest einen Ausweg. Möglichkeit 3 stellt dir wieder neue Szenarien zur Verfügung: 1. Du findest hier raus, findest den Fahrstuhl, drückst die 1 und gehst zum Aufwachraum. Alles gut. 2. Du findest hier raus, findest das Leichenschauhaus und wirst von Zombies *Blick auf die Uhr* zum Frühstück verspeist. 3. Du findes eine Tür und landest im geheimen Versuchslabor, wo verrückte Professoren schon auf neue Opfer warten und fristest dann ein Dasein in einem Käfig, während du bunte Knöpfe drückst, die dir entweder Stromschläge oder Bonbons bescheren und dir irgendein kichernder Irrer Ohren auf den Rücken und Füße an den Po näht. Bitte entscheiden sie sich jetzt.” Ich steh immer noch vorm Fahrstuhl und bin unsicher. Dann seh ich einen Schlüssel in einem Metallkasten an der Wand. Ich kann ihn drehen und gucken was passiert… Kopf: “Das kann der Schlüssel für den Fahrstuhl sein, der dann kommt und dich hochfährt. Alles gut. Es kann aber auch der Schlüssel zu dem geheimen Labor sein…” Hand am Schlüssel, Unsicherheit… dann ganz weit hinten im Kopf ein Stimmchen: “Hier gibts gar kein Leichenschauhaus!” Weiter vorn im Kopf: “Ja, das ist in den Horrorfilmen auch immer ne dicke Überraschung. Fakt ist, wir sind in einer Situation, die uns das Leben kosten wird – inkl. Haut und Organgen. Wir haben sogar nen Organspendeausweis! Da ist alles rum!” Stimme vom Bauch her: “Dreh den verdammten Schlüssel, man!” Schlüssel gedreht, es rattert – ich mach mich auf Geheimtüren gefasst… Ist aber der Fahrstuhl. Die Tür geht auf und ein Pfleger lässt fast seine Mülltüte fallen. “Was machen sie denn hier?” “Ich hab mich verdrückt… also, nicht im Sinne von abgehauen, sondern im Sinne von falschen Knopf erwischt.” “Wie lange stehen sie schon hier?” “Ungefähr drei Horrorfilme lang…” Sympathisches Lachen von ihm: “Ja, ist gruselig hier, oder?” Nicken von mir: “Ich hab dann den Schlüssel gedreht!” “Mutiges Mädchen. Soll ich dir jetzt raufhelfen?” “Ja, bitte.” Zurück in den Fahrstuhl – ab nach oben. 1 gedrückt – mit skeptischem Blick. Tür auf – Aufwachraum. Scheiße… jetzt werd ich das dunkle Krankenhausgeheimnis niemals lösen… Später verfahren sich Handtaschen-Flipstüten-Oma und Quietsche-Rollstuhl-Opa dreimal in die 1 und werden dann nicht wieder gesehen… Zwei Möglichkeiten: Die haben den richtigen Weg gefunden oder die sind im Versuchslabor gelandet…
Danach mit meiner Tante frühstücken gewesen und angeregte Unterhaltungen geführt. Ich hab gestaunt – der Keller hat mich wahrscheinlich weichgeklopft^^ Ich hab mich noch nie so gut mit ihr verstanden, wie im Moment. Ist das nicht ein eindeutiges Zeichen, daß ich völlig hin bin?
Carsten hat mir Antibiotika aufgebrummt, wegen meinen Entzündungen. Das gefällt mir nicht, aber ich hoffe, es hilft. Trotz zig tausend Tabletten, die ich gerade jeden Tag nehme (oder halt vier) ist meine Laune gut. Ich bin nicht durch den Wind, meine Verwirrung von gestern hab ich mir weggedacht und irgendwie werd ich den Tag heute schon auf die Reihe kriegen. Jawoll. Gleich muss ich erstmal in Richtung Oma und Opa, dann ist Unterricht angesagt und dann zu meinem Onkel auf den Geburtstag. Alles Dinge, auf die ich keine Lust hab, aber gut. Es nützt nichts und der Tag ist auch schnell vorbei. Am WE werd ich dann mal wieder arbeiten und damit ist wieder ne Woche krumm. Hab ich erwähnt, wie blendend es mir geht? *seufz*
Aufgestanden, über das Gespräch gestern nachgedacht… Ich kann “Du solltest…” und “Du musst…” nicht mehr hören. Ich weiß, was ich alles sollte und ich weiß, was ich alles muss. Aber ich mag einfach nicht. So. Verstand: “Du musst dich ja auch richtig vorbereiten. Wenn du unvorbereitet so ein Gespräch führst, dann stampft der dich in den Boden. Und dann hilfst du niemanden, sondern schadest höchstens noch. Wir reden schließlich von der Kirche!” Bauch: “Vielleicht hat er aber Recht und es ist besser, wenn du einfach so drauf los spazierst. Wir haben ja nichts getan, oder? Wir haben ja nichts mit dem Teufel…”. Erinnerung: “Siehste? War doch ganz einfach!” “Teufel!” Also hab ich doch was mit dem Teufel? *seufzen* Aufstehen, Zigarette, Kaffee, mich über nächtliche “Hi”-SMS wundern, Laptop an, Login im Kiez, durchgeworben, gelevelt, ausgeloggt. Den nächsten Gamer-Namen eingegeben, den kleinen Herzstich dabei ignoriert, den Gedanken: “Ach, Mensch. Sone Kacke muss doch echt nicht sein…” auch und durchgeworben. Dann die Meile gewechselt und das komplette Spiel von vorn gespielt – inkl. Herzstich und Gedanke. Zu Oma gefahren, unterwegs DIES HIER gehört, auf halber Strecke schon anhalten müssen, weil die Tränen die Straße unsichtbar machten. Gesprächsfetzen im Kopf, die mich seit zwei Tagen nicht in Ruhe lassen… Bauch: “Egal, was nötig ist: handel sofort, sonst ist die Gelegenheit vielleicht schon wieder vorbei! Du warst immer zu zögerlich! Sei jetzt nicht dumm!!!” Verstand: “Und dann? Dann sind wir wieder am Ausgangspunkt. Wir kennen das doch schon. Wir dürfen uns nicht darauf einlassen, sonst tuts wieder sooo weh!” Tränen weggewischt, zu Oma gefahren. Ein Blick von Oma: “Gibts was zu erzählen von dir?” Kopfschütteln meinerseits: “Alles bestens. Nix neues.” Tee getrunken, Stuten abgelehnt, mit Opa über meine Tomaten geredet und Ratschläge eingeholt. Dann mit Oma in der Küche allein gewesen. “Warst du gestern Abend noch in Cloppenburg?” “Ja, aber nur kurz. Ist gerade alles so schwierig, weil wir immer nur ein Thema haben… Bin schon zeitig wieder gefahren und lag um gut neun allein im Bett.” “Was für ein Thema habt ihr denn?” “Kann ich mit dir nicht drüber reden, Oma.” “Gut. Wenn dus dir anders überlegst, ich hab Zeit für dich.” Gedanke: Wenn ich erzähl, daß ich Stress mit Pastor hab, dann ist ganz klar, auf welche Seite Oma sich stellt. Nicht erzählen!!! Weiter über Belanglosigkeiten geredet, nach Hause gefahren, unterwegs wieder das Lied – mit einem Gefühl, wie tausend Steine im Magen ins Haus geschlichen, eine geraucht, dann auf FB gestöbert und ein Bildbearbeitungsprogramm gefunden. Mit Mausi telefoniert. Dazwischen Anruf von Basti: “Kannst du dir den Termin nicht noch mal überlegen? Ich halts für dumm, wenn du so lange wartest.” Völlig überzogen entnervt reagiert und das Gespräch mit den Worten: “Na dann, wenn du meinst. Bis dann!” beendet – noch während des Aussprechens einen riesigen Klumpen im Magen gefühlt – eine Mischung aus schlechtem Gewissen und Hilflosigkeit… Mit Mausi über Tamas und Forum geredet, über die abschweifenden Gedanken dazu gefreut und dann aufgelegt zum Mittagessen bei Oma. Da kurz mit Dieter und Andrea geredet, dann gegessen, den Staubsauger eingepackt und dann nach Hause gefahren. Im Auto DIES HIER gehört und die Tränen niedergekämpft. “Du sagst, du willst nichts von mir. Ich träume trotzdem von dir. Was ich nicht habe, kann ich auch nicht verlieren. Du sagst, es hat keinen Sinn, wenn wir zwei etwas beginnen – zu spät, denn ich steck mitten drin! Die Zeit vergeht langsam. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke mit jedem Herzschlag… Es vergeht kein Tag, es vergeht keine Stunde, ich denk jetzt an dich, jetzt in dieser Sekunde und immer und ständig bei Tag und bei Nacht…” Gedanke: Meine Welt… Wo will ich hin, verdammt? SMS: “Tut mir leid, daß ich so nervig bin. Ich mach mir nur Gedanken. Ich liebe dich, mo dhan.” Ohne Staubsauger ins Haus und den Tränen freien Lauf gelassen. Ich hab keine Ahnung, was ich gerade mache… ich hab keine Ahnung, was ich gerade will. Neulich war noch alles gut – da hatte ich meine Gedankenstille und jetzt? Scheiße! Kurz in den Chat gegangen, mit Peter geschrieben, dann abgewaschen, dabei DIES HIER gehört und im Kopf Gespräche geführt: “Ist das wirklich alles ernst gemeint, was du sagst?” “Natürlich! Ich hab immer alles so gemeint, wie ich das gesagt hab!” “Und warum stecken wir dann in so einer doofen Situation und sitzen nicht glücklich miteinander auf der Couch und geniessen unser Leben?” Keine Antwort. “Warum musste ich mir immer Fotos angucken, wenn ich dir in die Augen sehen möchte?” Keine Antwort. “Kannst du nicht nachvollziehen, wie schwer das in all den Jahren für mich war?” Keine Antwort. Handy in die Hand, SMS getippt: “Du machst mir ganz schlimme Gedanken. Ich stell schon wieder alles in Frage, weil ich Angst hab, eine Chance zu verpassen. Was passiert, wenn ich mich voll und ganz auf dich einlasse? Bist du dann wieder weg? Lässt du mich allein? Oder hat dein Wort Gewicht?” Knopfdruck. “Mitteilung als Entwurf speichern?” Nein. Weg. Nicht geschickt, nur gelöscht. Neue Mitteilung schreiben: “Ich hab dich auch lieb!” Antwort sofort: “Nur lieb?” Gedanke: “Was ist da im Bauch los?” Bauch: tiefes Schweigen… kein Gefühl… nichts… wie tot. SMS: “Gerade irgendwie nur lieb. Aber das genug.” Antwort: “Ich muss mich also mehr anstrengen?” SMS: “Nein, du musst dich mehr zurückhalten und nicht immer wieder auf den Pastor kommen, sonst bin ich übel genervt.” Antwort: “Ich sage nur, was ich für das Richtige halte. Damit kann ich auch nicht aufhören. Sehen wir uns heute Abend?” SMS: “Ja, ich komm rum. Weiß aber noch nicht genau, wie spät es wird.” Antwort: “Genau davor hab ich am meisten Angst.” SMS: “Bis später!” Antwortlos… Kopf: “Das ist nicht gut, was du hier machst…” Festgestellt, daß das Lied auf Repeat steht und weiter geschaltet. Gar nicht registriert, was da läuft im MP3-Player und die Küche in Ordnung gebracht, auf meine Küchen-Kinder-Fensterbank konzentriert und meine Kräuterlein gelobt. Thymian: “Boah, ihr wachst so toll! So schön gerade und soooo schnell! Ihr werdet bestimmt mal ganz große, schöne Pflanzen!” Lavendel: “Ui – ihr wollt auch schon mal Licht sehen! Das ist super! Auf euch freu ich mich ganz besonders! Wenn ihr schön weiter wachst, kriegt ihr draußen einen tollen Platz unterm Wohnzimmerfenster!” Tomaten: “Ihr kriegt ja schon das dritte Blatt!!! Da freu ich mich jetzt aber richtig! Wenn ihr noch ein bissi so weitermacht, dann bekommt ihr jeder einen schönen eigenen Topf in ner tollen Farbe und einen ganz eigenen Platz auf der Fensterbank!” Zitronenmelisse: “Na, du bist ja schon richtig schön. Hoffentlich trauen sich deine Geschwister auch bald! Ist ja auch viel schöner, wenn man mit mehreren ist. Aber dich find ich schon richtig, richtig toll. Du bekommst extra Dünger, wenn du etwas größer bist, weil du dich als erste getraut hast!” Kurz am Küchentisch durchgeatmet. An die Hi-SMS von nachts erinnert… geantwortet:
“Hi, war was? Wer bist du?”
“Nadine”
“Ah, ok. Gibts was besonderes, Nadine?”
“Hä?”
“Wer bist du, verdammt?”
“Ich bins Stefan”
Och nö… Pickeldie…
“Ich bin aber nicht Nadine. Ich bin Marion. Du hast zu viele Frauen!”
“Ne hab ich nicht warum?”
Mein Gott, ist der dumm…
“Weil du mitten in der Nacht SMS an die Falsche schickst.”
“Ne”
Oh man…
“Gut, dann verpeil ich das gerade völlig. Wünsch dir noch nen schönen Tag.”
“Magst du nicht mit mir schreiben?”
“Ich weiß gerade nicht, warum wir schreiben und da deine Antworten sehr einsilbig ausfallen, ist es schwierig, überhaupt ein Gespräch herzustellen, wenn du verstehst, was ich meine.” (facepalm)
“Weiss du denn überhaupt wer ich bin?”
“Ja, weiß ich. Und scheinbar wolltest du ja was von Nadine. Ihre Nummer hab ich aber nicht.”
“Ne die Nummer wollte ich gar nicht haben. Was machst du denn so gerade schönes?”
“SMS schreiben und mich fragen, warum überhaupt.”
“Okay woher kommst du noch mal wenn ich lieb fragen dar süße?”
“Rate mal!”
“Ramsloh”
“Gibt ein Treffersternchen”
“Wenn du möchtest können wir uns ja mal treffen”
“Und dann”
“Reden oder so”
SMS an Sandra: “Darf ich Pickeldie verarschen?”
“Langweilig. Mach dir nen schönen Tag. Hau rein!”
“Oder was könnte man machen?”
“Nee, lass mal gut sein. Du hast mir zu wenig Phantasie.”
“Eis Essen gehen oder kuscheln oder Kino”
Keine Antwort von mir
“Noch da?”
Keine Antwort von mir
“???????????”
Fazit im Kopf? Männer sind doof!
Nebensächlich noch in meinem Kopf:
Ich will das neue Tama haben
Prinzess Spacy wäre soooo toll… (Bilder! Klickklickklick!!!)
Morgen Unterricht wird zügig durchgezogen – ich will muss noch auf den Geburtstag von meinem Onkel. Und morgen früh muss ich mit meiner Tante zur Magenspiegelung
Ich hab schlecht geschlafen und zu wenig, weil ich mich die ganze Nacht mit Gedanken rumgeärgert habe. Gedanken, warum ich irgendwann mal einen Fehler begangen habe. Gedanken, warum ich Unschuld beweisen muss… Gedanken, wie lange es dauert, bis ich Unschuldsbeweise einfordere. Gedanken, warum ich so viele Kräuter gesäht habe und das nicht vernünftig abgezählt hab. Gedanken, warum ich nie ausreichend Kaffee im Haus hab. Gedanken, warum ich mir ein neues Buch zugelegt habe, obwohl ich gar nicht zum Lesen komme. Gedanken, warum ich den Liebstöckl bei Oma nicht mal ordentlich unter die Lupe nehm. Gedanken, wie lange die blöden Holunderblüten denn noch brauchen, weil ich sonen Heißhunger auf den Sirup hab. Gedanken, warum ich nie mit dem zufrieden bin, was ich hab und warum ich immer noch mehr haben möchte. Und dann kommen noch Bilder dazu… Die gibts dann aber kommmentarlos unten. Fertig. Böse? Verletzt? Traurig? Alles nein – verwirrt, richtig labyrinthig… das schon eher. Und wie festgefroren in mir selbst.
1. 4,5 Meter Brennholz, Flammen fast doppelt so hoch, 26 Kinder an einem anderen kleinen Feuer – mit Stockbrot und “Grillkartoffeln”, 13 Senioren – in einem viel zu niedlichen Unterstand mit Bier und Bratwurst, 43 Personen zwischen 16 und 60 Jahren, die in kleinen Gruppen zusammenstehen oder herumwandern, um auch ja mit allen zu sprechen. Rundherum nichts mehr als Moorland, Weidefläche und Acker. Ich fühl mich Zuhause.
2. “Und dann steht da der Hund in der Praxis mitsamt seinem besoffenen Herrchen. Der brüllt wie am Spieß: “Ich brauch einen Tierarzt!”. Meine Lady vorn sagt ihm, daß wir allgemeinmedizinisch sind und er meint: “Na, dann kann er auch meinen Hund untersuchen!” Leute gibts… Ich hab mich arg übers Telefonat gefreut!
3. “Er wird dich verstehen. Nicht nur deine Worte, sondern auch deine Taten und deine Beweggründe. Er wird über Freunde an dich herantreten und erst dann wirst du in registrieren. Du kennst ihn schon lange. Aber es dauert, bis du ihn wirklich kennen lernst. Erstmal beobachtet er aus der Ferne und dann tritt er über Dritte an dich heran – wahrscheinlich über gemeinsame Freunde. Er ist etwas älter als du, er ist ein hellerer Typ – dunkelblond oder brünett, er führt ein geregeltes Leben – ist praktisch sorgenfrei und er bringt Ruhe in dein Leben.”
4. Mein Liebster, es hat so lange gedauert, bis ich es gerade so aushalten konnte… bis mir wieder einfiel, was meine Augen zum Glänzen bringt. Ich wünschte, ich hätte unseren ersten Kuss verpasst, denn du hast all deine Versprechen gebrochen! (http://youtu.be/3H21fj0hQRM)
5. “Wir haben ein Mäusenest gefunden! Wo tun wir das denn hin?” Große, blaue Kinderaugen – fast schon verzweifelt, weil die Mäuse kein Zuhause mehr haben… Dann hinter mir: “Gib mir das mal. Ich hab die Mama hier am Schlawittchen.” Beim Umdrehen vor meinen Augen eine zappelnde Maus, die vor sich hinschimpft und versucht zu beissen. Kurzer Blick in meine Augen, Kuss auf die Schläfe: “Ich such denen mal da hinten im Unterholz ein Plätzchen.” Nicht Zuhause, aber daheim…
6. “Wir haben gestern Bier beim Kiosk geholt – das war abgelaufen. Dabei hab ich das schon von hinten genommen. Sortiert man die alten Sachen nicht nach vorn?” Doch, eigentlich schon. Danach gabs mehr Beschwerden über den Kiosk. “Der schmierige Typ mit seinem Kettcar versperrt immer den Eingang. Und der stinkt wie Sau!” “Die Chefin ist ja auch nie da. Man kann das nie mal bei der richtigen Person sagen.” “Die haben nichts da. Ist egal, wonach man fragt – “haben wir nicht mehr” ist ne Standardaussage.” “Ich geh da schon nicht mehr hin. Die hat doch sicher 50 Angestellte, die alle immer dann neu sind, wenn ich da ankomm. Kiosk muss schnell gehen, sonst kann ich auch zu Netto fahren.” Tut mir ja echt leid – aber ich bin saumäßig schadenfroh^^
7. “Wenn sie noch einen Schritt weiter macht, tritt sie in Glut. Ob ich sie mal da weghol?” “Nee, lass sie mal. Das ist schon richtig. Die tut sich nix.” Eine viertel Stunde später, Hand auf die Wange. “Boah, bist du heiß! Fertig mit deiner flammenden Zwiesprache?” Lächeln: “Ja, ich bin fertig.” “Und? Mitte gefunden?” “Noch viel mehr als das. Alles wird gut.” Glaube versetzt manchmal Berge. Auch dann, wenn es nur die eigenen inneren Schranken sind. Schade, daß man so schnell für bescheuert gehalten wird und sich kaum wirklich traut, das auszuleben, was einem wichtig ist.
8. “Bist du eigentlich das ganze WE hier?” “So ungefähr. Ich werd erst Montag Mittag wieder abgelöst.” “Ist doch auch doof, oder? Du kannst ja gar kein Ostern feiern.” “Da ist eh niemand, mit dem ich wirklich feiern könnte. Ich bekomm mein Osterfeuer heute Abend und dann ist alles gut. Ich werd sicher auch Weihnachten hier verbringen.” Hat mir das nun wirklich was ausgemacht? Eigentlich nicht… Klar – bissi chillen an Ostern wär auch toll gewesen, aber ich hab was zu tun gehabt und ich hab dabei Geld verdient. Alles ist gut^^
9. “Nu lass dich doch mal drücken!” “Ich möchte nicht, daß du mich anfasst!” “Och, nu stell dich mal nicht so an! Mach einem alten Mann mal die Freude!” Räuspern aus der Küche, der Olle guckt zur Küchentür und macht gleich nen Schritt zurück. Hinter mir hör ich nur die dunkle Stimme: “Ich glaube, sie hat sich klar genug ausgedrückt. Oder muss ich dir das noch mal erklären?” Bezahlt, geflüchtet, nicht wieder gesehen am Wochenende. Glaub, das war jetzt echt ausreichend^^
10. Vielleicht bedeutet Lieben auch lernen, jemanden gehen zu lassen. Wissen, wann es Abschiednehmen heisst. Nicht zuzulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben. (“Der träumende Delphin” – Sergio Bambaren)
11. Opa muss heute oder morgen zum Arzt. Wie krieg ich das nun hin? Der will ja wieder nicht. Wie er immer sagt, arbeitet der Bauch nicht. Er kann nicht zur Toilette, mag nichts essen und hält stur dran fest, daß ihm ein Schnaps hilft. Tut er aber leider nicht – eher im Gegenteil. Der machts gerade nur schlimmer. Ich hoffe inständig, daß es ihm weiter “nicht gut ist”, damit er geht. Meine größte Sorge zur Zeit.
12. “Hat mal jemand meinen Igeleimer gesehen?” “Deinen WAS?” “Den blauen Eimer mit den Igeln drin?!” “Der steht da hinten… Warum hast du einen Igeleimer? Was ist ein Igeleimer?” “Na, ein Eimer voller Igel. Die waren alle unter dem Holz.” “Wie lange sitzen die jetzt schon im Eimer?” “Ne halbe Stunde? Ich lass die aber jetzt raus. Keine Angst, ich nehm die nicht mit nach Hause. Du musst nicht mit denen in einem Bett schlafen!” Uh – Erinnerungsfunke… “Guck – das ist ein Igel!” Ich schmeiß mich weg…
13. Die Feier gestern war eigentlich perfekt. Das Nachspiel zu Hause war perfekt. Der ganze Tag gestern war fast perfekt mit all seinen Vorbereitungen und den vielen Besuchern. Aber zwei haben mir gefehlt: Jessie und Chris. Bebis Baby hab ich nur ein oder zweimal gesehen. Ich weiss gar nicht, wie die kleine Lea aussieht – obwohl sie zu uns gehören. Ich hoffe, daß ihrs zu Beltane schafft. Denk so oft an euch…
Aaaaaalso… Ostern gefällt mir dieses Jahr so überhaupt nicht… Der Tag gestern war sooooo lahm – die Kioskkunden sind zwar zu Feiertagen immer freundlich und meistens auch großzügig, was das Trinkgeld angeht, aber son Tag da kann schon verdammt lang werden. Zumal zu solchen Feiertagen auch sonst jeder was zu tun hat. Naja – war jetzt ein einsamer Ostersonntag, aber heute wirds dann besser. Muss nur bis Mittag und dann gehts erstmal fein essen, dann ist Familie angesagt und heute Abend unser eigenes Osterfeuer. Da freu ich mich schon so richtig drauf.
Gestern morgen hatte ich schon vor der Arbeit mächtig Stress mit Opa… dem gings mal wieder gar nicht gut. Langsam macht er mir echt Sorgen. Und der Dussel will einfach nicht zum Arzt. Gestern Morgen hab ich dann nen Arzt kommen lassen. War aber nichts festzustellen – nun hab ich ein bissi Sorge, daß Opa wieder alles in den Wind schlägt und Dienstag nicht zum Hausarzt geht. Und dann nicht den Rat befolgt und ne Magen- und Darmspiegelung machen lässt. *seufz* Ich weiß jetzt jedenfalls woher meine Sturheit kommt. Dachte immer, das wäre die väterliche Seite, die da aus mir spricht, aber ist wohl doch eher Opa…
Mehr hab ich echt nicht zu schreiben. Seit Samstag hab ich nur mit ner handvoll Leute geredet und nicht mal nen bissi was gefunden, worüber ich mir Gedanken machen kann. Wünsch dann einfach noch mal frohe Restostern und zisch ab zur Arbeit… schon wieder…
Gestern war ich mal richtig schön grillen – bei Bastis Eltern. Ich will Grillpfannen haben!!! Seine Mutter überbackt da Fisch auf dem Grill und schmorrt Gemüse. Heißt: ich brauch jetzt nen Riesengrill und genau DIE beschichteten Pfannen^^ Das war so richtig lecker. Richtig toll war auch die Hähnchenbrust in Joghurtsoße. Das Rezept hab ich mir schon geholt – ich glaub, das schmeckt auch toll aus der Pfanne. Nach dem Grillen waren wir noch kurz im Cubes – aber nicht lange… Irgendwann gegen drei heute Nacht bin ich dann ins Bett gefallen… Und war heute morgen pünktlich zum ersten Kunden wieder wach – und vor allem munter.
Allerdings war ich recht kaputt von der vielen Arbeit gestern. Erst im Kiosk, dann noch nen super anstrengenden Kunden und dann gleich weiter zum Grillen. Heute steht auch wieder Kiosk an. Und dann noch mal Kundschaft und Familienosterfeuer. Montag haben wir unser eigenes Osterfeuer. Darauf freu ich mich schon so richtig. Wir haben Ostara gar nicht wirklich gefeiert und holen das dann mal kurz nach. Kurz ist schon wirklich richtig – Dienstag müssen fast alle wieder arbeiten. Morgen früh muss ich den Laden öffnen und Montag auch… das passt mir nicht so wirklich richtig, aber gut – ich hab dazwischen trotzdem Ablöse genug bekommen, daß ich auch noch was von Ostern hab. Und Cheffe hat nach der letzten Bild-Gutschein-Verbummelungs-Aktion wohl gelernt, daß sie mich nicht anmaulen braucht, sondern einfach mal geradeaus ist. Hat gestern direkt gesagt, daß ihr was nicht passt – im vernünftigen Ton und ich habs gleich geändert. Alles gut. Man muss halt nur mal die Schnauze aufmachen.
Ich hab immer noch das Problem, daß ich eigentlich nichts zu schreiben habe… Ich schwimm irgendwie gerade einfach nur an meiner eigenen Oberfläche und hab gar keine Lust, tiefer in mich hinein zu fühlen. Glaub, das tut mir auch mal ganz gut und die Gedankenleere ist mal ein richtig entspannter Zustand für mich. Jup – ich hätte den Zustand gern noch bissi gehalten^^ Ich hab tierischen Spaß am Unterricht mit Dominik und Julia und ich überlege gerade, ob ich noch zwei Leutchen mehr dazu nehme.
Hab meine Kräuter gesäht und hoffe jetzt, daß da was bei rumkommt. Mal gucken… hab von Bastis Schwester ne Flasche Kräuterdünger gekriegt aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen. Sie sagt, ihre Saat ist damit komplett aufgegangen. Hab da heute Morgen schon mit der Pipette über den Minitöpfchen gesessen und bekräutert^^ Bin mal gespannt. Mein vertrockneter brauner Daumen (also – sinnbildlich, nicht wörtlich) gibt hoffentlich auch mal ein bissi Grün her…
Jetzt gehts erstmal schnell zu Oma – da nach dem Rechten schauen, dann mach ich meinen Haushalt und dann gehts zur Arbeit. Der Plan war eigentlich, daß ich um halb zwölf anfang – aber irgendwie wurde das noch gestern recht spät alles umgeworfen… Jetzt fang ich dann um zwei an. Auch nicht schlecht. Passt mir gut – so kann ich hier noch was tun. Jawoll. Aber jetzt erstmal zu Oma.